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Von Bundesgartenschau: Stadt will Grundstücke kaufen

Erstellt am 28.11.2018

Von Dirk Lotze

Laut Willen der Verwaltung soll sich Wuppertal für die Bundesgartenschau (Buga) 2031 bewerben. Die Stadt solle so schnell wie möglich Grundstücke in Vohwinkel und Elberfeld kaufen. Stadtkämmerer Dr. Johannes Slawig (CDU) sei mit den Millionengeschäften einverstanden. Die nötigen Beschlüsse trifft die Stadtpolitik ab Mittwoch (28. November 2018).

Erklärtes Ziel des Ressorts von Dezernent Frank Meyer (SPD) sind künftige Bauprojekte, nach einer möglichen Gartenschau: „Perspektivisch können dringend benötigte Wohnbauflächen geschaffen werden.“ Dazu soll der Rat einerseits eine Bewerbung zur Buga beauftragen. Andererseits soll die Verwaltung umgehend ein Vorkaufsrecht auf Grundstücke bekommen: Die Stadt kann damit Flächen unter Marktpreis kaufen, sobald der bisherige Eigentümer sie abgeben will. Private Käufer wären außen vor, sobald das Vorkaufsrecht besteht.

Betroffen sind große, landwirtschaftliche Flächen zwischen der Tesche und Lüntenbeck rund um die Nordbahntrasse im Bezirk Vohwinkel, außerdem Waldgrundstücke oberhalb des Zooviertels auf der Königshöhe. Ein Vorkaufsrecht der Stadt wirkt sich auf Eigentümer ebenso aus wie auf Mieter, auch auf angrenzenden Flächen: Die Preise dürften steigen. Die Stadt darf bei einem späteren, teilweisen Wiederverkauf an Investoren mit Gewinn rechnen.

Vom Rat will die Verwaltung zusätzlich den Auftrag, die Bewerbung für die Buga 2031 auszuarbeiten. Landschaftsarchitekt Stephan Lenzen hatte im Sommer zunächst eine Studie vorgelegt. Die Ideen seines Teams umfassen eine Seilbahn auf die Königshöhe und eine Hängebrücke über dem Westende von Elberfeld.

Mittwoch (28. November 2018) berät zunächst die Bezirksvertretung Vohwinkel. Kommende Woche (5. Dezember 2018) folgen die Gremien für Elberfeld, danach die Fachausschüsse. Der Rat beschließt am 17. Dezember 2018.

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