Erwerbslosenverein Tacheles - Informationen rund um SGB II, Sozialrecht, soziale Ausgrenzung und Gegenwehr

Tacheles Wuppertal Newsletter 21.10.2017

Erstellt am 21.10.2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

es ist Zeit für einen Wuppertal Newsletter.

Dieser zu folgenden Punkten:

1.     Anschlag auf den Verein Tacheles
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In der Nacht vom 20./21.Oktober 2017 gab es auf den Erwerbslosenverein Tacheles in Wuppertal einen Anschlag. Dabei wurde mit einem Stein ein Fenster im ersten Stock eingeworfen. Getroffen hat die Attacke allerdings nicht das Tacheles, sondern eine Privatwohnung.

Nach der vorangegangenen massiven Diffamierungs– und Rufmordkampagne gegen Tacheles und Harald Thomé als Vereinsvorsitzenden, ist davon auszugehen, dass es sich dabei um einen Anschlag aus dem rechtsextremistischen Bereich handelt.
 

Wir verweisen auf die dazugehörige Stellungnahme von Tacheles:  http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/2243/. Anlässlich dieser Kampagne gab es eine breite Solidarität mit Tacheles: http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/2246/

Wir gehen aufgrund der vorherigen Drohungen von rechts von einem unmittelbaren Zusammenhang aus. Politisch ist der Angriff in die von Gauland angekündigte Offensive „Wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen. Und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen“ einzuordnen.

Die Wuppertaler Rundschau hat gleich dazu berichtet: http://www.wuppertaler-rundschau.de/lokales/angriff-auf-erwerbslosen-verein-tacheles-aid-1.7158742


2.       Aktion: Letzter Freitag im Monat / am 27. Oktober, 17 Uhr beim Tacheles, Rudolfstraße 125 in Unterbarmen, direkt an der Nordbahntrasse
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An jedem letzten Freitag im Monat treffen wir uns am 27. Oktober ab 17:00 Uhr, um gemeinsam zu kochen und zu essen. Wer also Lust hat, für andere und mit anderen zu kochen, zu plaudern und natürlich zu essen, ist herzlich eingeladen mit zu machen. Gekocht und gegessen wird bei gutem Wetter draußen auf dem Bahnsteig, bei schlechtem Wetter in Gines Küche und im Café Tacheles. Die Lebensmittel dazu gibt´s von foodsharing Wuppertal. Wir kochen auf jeden Fall ein veganes Gericht, evtl. auch noch anderes, je nachdem, welche Lebensmittel wir ergattern.

Wir bringen Menschen zusammen bringen. Die, bei denen das Geld am Monatsende knapp ist genauso wie die, die mal sehen wollen, was man aus geretteten Lebensmitteln kochen kann oder die, die Interesse an einem Austausch haben, gerne mal neue Leute kennenlernen möchten oder zufällig am Loher Bahnhof vorbei kommen und einfach mitmachen.

Das Essen ist kostenlos.

 

Gegen den alltäglichen Konsumwahn und für ein nettes Miteinander!

Macht die Aktion bekannt, druckt bitte die Flyer aus und hängt sie auf.

Hier ein Flyer zum Download: http://wuppertal.tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/2230/  

Die Aktion läuft mit freundlicher Unterstützung von Tacheles e.V., foodsharing Wuppertal und "Wo Gine kocht".

3.        Stellungnahme zur Teilnahme von AfD-Funktionären bei der Veranstaltung „Demokratie! Wie?“ in der Alten Feuerwache
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Bei der Demokratiekonferenz am 18.10.2017 waren nun zum zweiten Mal AfD Mitglieder anwesend. Deren Teilnahme bei einer Veranstaltung unter dem Titel "Demokratie leben! Partnerschaften für Demokratie" wird mit dem nachfolgenden lesenswerten Beitrag in Frage gestellt. Hier ein Auszug: "Den Positionen der AfD einen Raum zu bieten, sie mit diskutieren zu lassen oder sie als demokratische Partei anzusehen, ist nicht nur ein Fehler, sondern fatal, gerade vor dem Hintergrund des Namens der Veranstaltung. Die AfD ist eine Partei, die durch ihre Aussagen und Wahlprogramme faschistoide Gedanken in die Gesellschaft trägt und darüber hinaus als Sprachrohr für eine Gruppe von gewalttätigen und fremdenfeindlichen Strukturen fungiert."
Der komplette Beitrag ist hier zu finden:  https://de.indymedia.org/node/14417
Auch Tacheles fordert die Veranstalter dazu auf, hier klar und deutlich Position zu beziehen!

4.       Veranstaltung am 30.10.: Vom NSU bis nach Wuppertal - Ein Vortrag mit NSU-Nebenklageanwalt Dr. Mehmet Daimagüler
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Am Montag, den 30.10.2017 wird Mehmet Daimagüler von seinen

 Erfahrungen und Erkenntnissen innerhalb des NSU-Prozesses berichten und Stellung zu den Vorwürfen gegen Verfassungsschutz und Co beziehen. Daran anschließend soll auch über die Kontinuität rechter Gewalt, insbesondere im Zusammenhang mit dem Vorfall vor dem AZ Wuppertal 2015 diskutiert werden.
Der Rechtsanwalt Dr. Mehmet Daimagüler, Mitglied im Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte, begleitet den NSU-Prozess als Vertreter der Nebenklage bereits von Beginn an. Motiviert durch ein persönliches, sowie fachliches Interesse an der Aufarbeitung rechter Gewalttaten und bspw. rassistischer Hintergründe im Rahmen der gesellschaftlichen Diskussion engagiert er sich über die juristische Ebene hinaus für antirassistische Aufklärungsarbeit und für eine stärkere Debatte und Benennung extrem rechter Gewalt.

Mehr dazu: https://www.evensi.de/vom-nsu-bis-wuppertal-mehmet-daimaguler-uber-den-nsu/230155933

 

5.       9. November 2017 - Erinnern heißt handeln! - Veranstaltungen in Wuppertal

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Am 9. Nov. finden eine Reihe von Veranstaltungen in Wuppertal statt:

++ 11.00 Uhr Jüdischer Friedhof am Weinberg, Wuppertal-Elberfeld:

Gedenken an die Pogromnacht 1938

++ 18:00 Uhr City-Arkaden Wuppertal-Elberfeld Gedenkrundgang

++ 19:00 Uhr Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Zeitzeugenveranstaltung: Die Geschichte einer jüdischen Kindheit in Eberfeld - Das Leben und Überleben von Wolfgang Kotek, heute Rotterdam

 

++ 19:00 Uhr  CityKirche Elberfeld

Die AfD und die soziale Frage

Vortrag und Diskussion mit Stefan Dietl, Autor des Buches "Die AfD und die soziale Frage"

https://www.facebook.com/events/825244160979082/

 

Das war es wieder mal für heute. 

 

Mit freundlichen Grüßen

Harald Thomé / Tacheles e.V.

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